Thailand - Tag 12: AbfahrtSamstag, 7. November 2009
Der Abfahrtstag. Ein sehr schöner Urlaub neigt sich nun seinem Ende entgegen und Wehmut macht sich breit. Ein wenig länger die Sonne und die Wärme genießen; ein wenig mehr vielleicht noch entdecken (Touren zum Festland, nach Koh Phangan oder gar nach Malaysia wären möglich gewesen); ein wenig länger entspannen, so viel und in Ruhe am Stück gelesen habe ich lange nicht mehr. Nun ja, vorbei. Es bleiben schöne Erinnerungen.
Wer sich wundert, daß hier doch ein paar Tage fehlen im Bericht, dem sei gesagt, daß es von diesen Tagen nichts Spanendes zu schreiben gibt. Sie wurden zur Entspannung genutzt, zum Relaxen, zum Kraft tanken. An einem Tag hat es fast durchgängig geschüttet wie aus Eimern; Regenzeit und Monsun eben. Auf den Straßen bildeten sich kleine Sturzbäche, und innerhalb von Minuten wäre man durchnässt gewesen. Wir dachten schon, es würde nun so weitergehen. Doch die anderen Tage war das Wetter dann wieder besser. "Thailand - Tag 12: Abfahrt" vollständig lesen Thailand - Tag 9: BakschischMittwoch, 4. November 2009
Heute mussten MacKenzie und ich auf Ishtar und nasebaer verzichten, die sich leider den Magen verdorben hatten. Der genaue Grund war relativ klar: es schien an schlechtem Fisch gelegen zu haben. Unsicher war aber der Ort der Infektion. An sich konnte es nur in einem von zwei großen Restaurants für Touristen passiert sein: Das "Dancing Crab" von vor zwei Tagen, wo beide unter anderem Austern zu sich genommen hatten, aber wo das Essen an sich tadellos und vorzüglich gewesen war; oder der "Samui Pier", wo wir gestern Abend noch gegessen hatten und wo wir vom Essen aber absolut nicht überzeugt gewesen waren. Ishtar wird über beide Lokalitäten eine ausführliche Kritik schreiben, die ich dann noch verlinken bzw. bekannt gegeben werde, daher lasse ich hier ausführlichere Berichte dazu einfach aus.
Der Strantag fiel also flach, worüber ich nicht unglücklich war, da ich auch heute noch den gestern zugezogenen Sonnenbrand genoss. MacKenzie und ich entschieden uns daher für eine kurze Shoppingtour nach Chaweng, um eine Reisetasche zu erstehen und Postkarten wegzubringen. Ich konnte mich dort dann doch nicht dem sinnlosen Kauf von zumindest einem Souvenir nicht widerstehen und erstand eine einigermaßen schmucke Tischlampe. Beim Aushandeln des Preises war wieder gehörig Bakschisch nötig: Der Verkäufer forderte mich auf, ein Angebot zu machen. Ich startete mit sinnlosen 120 Baht, der Verkäufer erwiderte 680. Über 320 (ich), 550 (er) und 420 (ich) einigten wir uns schließlich auf 450 Baht. Irgendwie wird jeder Einkauf so zu einem interessanten Wettkampf. Genauso interessant war die Aushandelung unserer Rückfahrt. Der Taxifahrer zog einen laminierten DIN-A4-Bogen aus der Fahrertür hervor, wo - ähnlich zu Preisaushängen in Europa - gefühlt jede Kombination von Start/Ziel-Punkten mit einem Preis notiert war. Chaweng-Bangrak war dort mit 350 angegeben. Spannend, MacKenzie hatte vor einigen Tagen diese Fahrt, ebenfalls in einem klimatisierten Taxi, noch für 60 Baht bekommen. Thailand - Tag 8: Im MassageparadiesDienstag, 3. November 2009
Heute teilten wir uns wieder auf, und da ich einen ruhigen Tag am Strand von Bangrak - nur einen Steinwurf entfernt von unserem Guest-House - verbracht habe, gibt es nicht viel zu berichten. Inzwischen könnte ich gerade angekommenen Touristen immerhin schon ein wenig über die Orte auf der Insel und deren Strände erzählen.
Bangrak besitzt einen sehr schmalen Strand, der weniger stark bevölkert zu sein scheint. Er liegt zudem im Norden der Insel, weswegen man das eine oder andere schattige Plätzchen ergattern kann. Außerdem wurde mir hier an diesem Tag zweimal Weed angeboten, was mir in Chaweng oder Mae Nam nicht widerfahren ist. Zusammen mit dem abendlichen Flair der Hauptstraße würde ich Bangrak daher als preiswerte Feieralternative zu Chaweng brandmarken. "Thailand - Tag 8: Im Massageparadies" vollständig lesen Thailand - Tag 7: Abenteuerliche RundfahrtMontag, 2. November 2009
Nach dem Frühstück schlugen wir diesen Morgen erneut beim britischen Autoverleiher auf, da wir heute die große Inselrundfahrt antreten wollten. Einige bisher noch nicht gesehene Touristenattraktionen sollten noch erkundet und bei dieser Gelegenheit die verbliebenen Geocaches auf der Insel gehoben werden. Wir erstanden hier einen Suzuki Vitara mit Vierradantrieb, der heute noch sehr wichtig werden sollte. Zuerst bot uns der Brite ein gewöhnliches Coupé mit Zweirradantrieb an, als er aber hörte, daß uns unser Weg auch in die Mitte der Insel führen sollte, schwenkte er um und gestand uns zu, daß wir 4x4 benötigten. Er schickte einen Kollegen zu sich nach Hause, wo er noch einen Vitara stehen hatte.
Ich wurde als Fahrer auserkoren und durfte mich mit dem ungewohnten Linksverkehr, dem Vitara und den thailändischen Gepflogenheiten im Straßenverkehr auseinandersetzen. Mit dem Auto kam ich nach relativ kurzer Zeit klar; ebenso mit den thailändischen Gepflogenheiten, da ich mich eher defensiv verhielt und nur nur dann überholte, wenn es notwendig war. Der Linksverkehr und meine manchmal auf engeren Wegen hervorblitzende Routine im Rechtsverkehr nötigte meinen drei Gefährten aber dann doch häufiger ein lautes "Liiiiiinks!" ab. Als sehr spaßig für die vorne sitzenden stellte sich die eine oder andere Bodenwelle auf Landstraßen heraus, da hier das Auto bei mehr als 60km/h deutlich zu hüpfen begann. Die hinten sitzenden hatten daran nicht ganz so viel Freude, wurden dabei doch Hintern und Schädeldecke auf ihre Schlagfestigkeit geprüft. Das führte wiederum zu häufigen "Weeeeelleeeeeee!"-Rufen. "Thailand - Tag 7: Abenteuerliche Rundfahrt" vollständig lesen Thailand - Tag 6: In NathonMontag, 2. November 2009
Zuallererst muss ich einen Urschrei und ein Riesenlob loswerden: Ich kann wieder sehen! Und das seit gestern. MacKenzie war bei ihrem Trip nach Chaweng vor dem Geschäft des Optikers vorbeigekommen, bei dem ich zwei Tage vorher meine neue Brille geordert hatte. Sie war von ihm sofort erkannt worden, er aus dem Geschäft gestürzt und hatte ihr meine neue Brille überreicht, die zwei Tage früher fertig geworden war. Wer hätte das gedacht und erwartet: Eine individuell angefertigte Brille (Gläser und Fassung wurden aus zwei anderen Brillenmodellen kombiniert, was möglich war, da es sich um ein randloses Gestell handelte) mit der für mich angepassten Stärke der Gläser innerhalb von zwei Tagen! Und dann erkennt der Optiker noch eine der Begleitpersonen des Kunden auf der Straße (wir waren zu viert in dem Geschäft)! Solch einen Service will ich auch in Deutschland beim Optiker.
An diesem Morgen wich unsere kleine Reisegruppe ein wenig von der seit dem Urlaubsbeginn gepflegten Morgenroutine ab und ging nicht beim Thailänder um die Ecke essen. Ishtar verspürte große Lust nach etwas kulinarischer Abwechslung, der wir anderen gerne folgten. Wir organisierten uns daher ein Taxi nach Nathon, der Inselhauptstadt im Westen von Koh Samui, wo auch die Fähren vom Festland anlanden. "Thailand - Tag 6: In Nathon" vollständig lesen Thailand - Tag 5: Ruhetag in Mae NamSamstag, 31. Oktober 2009
Heute gingen wir nach dem Frühstück alle auf eigene Faust durch die Gegend. Ich selbst brach erneut nach Mae Nam auf, um mir einen entspannten Ruhetag am Strand zu gönnen. Ishtar und nasebaer entschieden sich für Chaweng Beach, zwecks anschließender Einkaufstour in der belebten City. MacKenzie brach alleine ebenfalls nach Chaweng auf, um sich eine Shoppingtour zwecks Souvenir- und Geschenkexport nach Deutschland zu geben.
Ich war immer noch ohne Brille und darum etwas in Sorge, ob ich überhaupt ein Taxi auf der Straße erkennen würde, um es anzuhalten. Doch einigermaßen ging das noch, da die Pickups und Taxis doch auch auf größere Entfernung (oder mit schlechterem Augenmaß) gut zu erkennen sind. Trotzdem musste ich eine Weile stiefeln; vor allem nach der Abbiegung zur Inselmetropole Chaweng war kein Taxi mehr in Sicht. Scheinbar ist die Strecke Bangrak - Mae Nam nicht sehr einträglich, zudem war heute morgen sowieso erschreckend wenig los. "Thailand - Tag 5: Ruhetag in Mae Nam" vollständig lesen Thailand - Tag 4: Cachen auf Koh SamuiSamstag, 31. Oktober 2009
Wie jeden Morgen ging es wieder zum "Thailänder an der Ecke". Heute probierte ich Ranya with Pork, ohne daß jemand von uns wußte, was das im Detail war. Es handelte sich dabei um ein suppenartiges Gericht mit einer Art von glibschigen Glasnudeln sowie verschiedenen Gemüsen wie z.B. Blumenkohl und natürlich vielen Kräutern; die Brühe hatte eine etwas festere Konsistenz. Eben wegen des seltsamen, etwas schleimigen Mundgefühls des Gerichts werde ich es wohl nicht noch einmal probieren, es war allerdings ansonsten sehr schmackhaft.
Wir entschieden uns heute an den Strand von Mae Nam zu fahren, vor allem um dort zu cachen (eine Erklärung führt hier zu weit, bitte Wikipedia bemühen). In Mae Nam sollte es fünf Caches auf engerem Raum (innerhalb von knapp drei Quadratkilometern) geben, ein sehr kurzer Multi sowie vier Traditionals. Insgesamt gab es im Raum Koh Samui bei unserem Urlaub aktuell zehn mögliche Caches, wobei die anderen fünf sehr weit auseinander lagen und sinnvoll nur mit dem Auto erreichbar waren. Diese wollten wir dann während der drei Tage angehen, an denen wir das Auto mieteten. Bis Samstag (also Tag 6) fiel ich wegen fehlender Brille als Fahrer noch aus. Zwar hatten insgesamt drei von uns einen internationalen Führerschein, der zum Fahren notwendig war, doch natürlich wollte ich mir den Spaß auch gönnen. "Thailand - Tag 4: Cachen auf Koh Samui" vollständig lesen
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