Mittwoch, 3. Juni 2009
Die meisten Anwender an den 105 Workstations, die zu administrieren ich bei uns im Klinikum die Ehre habe, gehen nicht gerade pfleglich mit dem System um. Dazu gehört auch ein kontrollierter täglicher Reboot bei Windows-Systemen, einfach um viele Klippen zu umschiffen. Ich habe mittlerweile schon die krudesten Fehler gesehen, die daraus resultieren, daß ein System einfach eine Woche durchgelaufen ist (und in der Zeit exzessiv damit gearbeitet wurde). Die Ursachen müssen in den meisten Fällen nicht einmal Memory Holes im Windows-OS sein. Beispielsweise werden im Rahmen von Softwareverteilungen viele Updates bei Anwendungen durch Reboots bzw. bei Neuanmeldung eines Benutzers am System ausgelöst. Und wenn ein System niemals rebootet, bekommt es auch niemals Updates.
Aus diesem Grund habe ich mir ein kleines VBS gebastelt, welches folgende Aufgabe erledigt: Prüfe die aktuelle Uhrzeit des Systems und die Uptime. Liegt ersteres zwischen 00 und 06 Uhr und ist letzteres bei größer als 24 Stunden, so frage den Anwender, ob rebootet werden darf. Klickt der Anwender auf 'Nein' (weil er z.B. gerade bei einem sehr wichtigen Arbeitsschritt ist), so nerve frage ihn in Abständen von zehn Minuten immer wieder (auch wenn inzwischen 12 Uhr sein sollte). Sollte der Anwender die Dialogbox für 15 Minuten nicht beantworten, so reboote eigenständig.
Ist der Zeitpunkt oder die Uptime nicht wie oben angegeben, so soll natürlich nichts gemacht werden.
Die Reboot-Vorgang macht dasselbe wie ein "forced" Reboot, wie er z.B. nach Windows-Updates ausgelöst wird, wenn man sagt "Jetzt neu starten". Ein "unforced" Reboot hängt sich sehr oft noch an offenen Programmen auf.
Ich habe vorher im Netz geschaut, ob es schon vorhandene Scripts zu diesem Thema gibt, aber scheinbar wird dieses Problem immer durch Zusatzprogramme, die sich in die TrayBar legen, gelöst. Für mich ist jede zusätzliche Anwendung ein zusätzlicher Fehlerfall, darum vermeide ich dies am liebsten. Außerdem wird auf diesem Weg kein Speicher benötigt.
Apropos Speicher: Die regelmäßige Überprüfung geschieht aus Speicherspargründen per Cronjob Scheduled Task. Den Befehl, um diesen Taks zu erstellen, hänge ich unten mit an. Man kann natürlich auch dem Script eine Endlosschleife verpassen, und die Überprüfung auch so abfackeln. Aber bei meinem Arbeitsrechner benötigt die wscript-Umgebung 7 MB im Speicher, und bei einer Workstation mit 4 GB Memory sogar satte 100 MB (Warum?!).
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Mittwoch, 12. März 2008
Heute habe ich meine Mittagspause mal wieder mit ein wenig Arbeitsplatzoptimierung verbracht. Bei mir im Büro steht ein Monitor und eine Tastatur, die via KVM-Switch an mein MacBook und an meinen Linux-PC angeschlossen sind. Normalerweise arbeite ich an meinem MacBook, das seinen Desktop dann über beide Monitor (den großen und das LCD vom Macbook selbst) verteilt. Wenn ich aber auf den Linux-Rechner umschalte, möchte ich oft gern, dass der Desktop des Macs nur noch das Notebook-LCD verwendet. Das kann man erreichen, indem man in der Menüleiste des Macs unter Displays "Synchronisierung einschalten" wählt, oder + auf der Notebook-Tastatur drückt.
Das ist mir aber beides zu umständlich - faul, wie ich bin, möchte ich weder nach meinem Notebook (d > 70cm) oder nach meiner Maus (d > 25 cm) greifen. Am liebsten wäre mir ein Tastaturkürzel auf meiner externen Tastatur. + klappt da leider nicht, also habe ich mir folgendes Apple-Skript auf + gelegt (z.B. mit Butler):
"Screen-Mirroring beim Mac per Skript an/ausschalten" vollständig lesen
Freitag, 8. Februar 2008
Ich benutze für meine persönlichen und arbeitsbezogenen Notizen ein DokuWiki, das ich auf meinem Mac lokal hoste. Nun finde ich es simmer ein bisschen nervig, jedesmal ein neues Browserfenster zu öffnen, um durch meine Notizen zu blättern bzw. neue ins Wiki aufzunehmen; auch ärgert es, wenn eine Seite den ganzen Browser zum Absturz bringt und dabei nicht gespeicherte Änderungen im Wiki gleich mit sich reißt.
Auf meiner Suche nach Abhilfe bin ich über Fluid gestolpert. Fluid nimmt einfach eine URL und erstellt eine eigenständige Applikation, die (mithilfe des WebKits von Apple) nur diese Seite darstellt. Das ganze sieht für mein Wiki dann beispielsweise so aus:
Zu beachten ist, dass das ganze eine eigene Applikation (mit eigenem Icon im Dock) ist. Sehr praktisch. Mozilla bietet mit Prism etwas ganz ähnliches, falls man keinen Mac zur Hand hat.
Montag, 4. Februar 2008
Ein notorischer Langschläfer - das ist es, was ich eigentlich bin. Trotz der offensichtlichen Vorteile, die Frühaufsteher genießen. Nun, heute konnte ich einen davon am eigenen Leib erfahren: die Aussicht um 8 Uhr aus meinem Bürofenster:
Sonst kenne ich solche Sonnenaufgänge nur von meinem Desktop-Hintergrund... Ich glaub' ich mach das öfter.
Sonntag, 3. Februar 2008
Ennonymous hat neulich über Cacti geschrieben, da dachte ich, ich streu mal noch etwas motivierenden Zucker, was man so alles damit machen kann. Die Graphen bitte anklicken, um sie in ihrer korrekten Größe zu sehen.
Hier ist sehr gut der Verlauf bei einem Authentifizierungs-Server zu sehen. Wie man sieht liegt die Hauptarbeitszeit der Nutzer in der Mitte des Tages, also ca. um 12:00 Uhr. Der 26. und 27. waren Wochenendtage, wo nur leichte Anstiege zu verzeichnen sind.
"Cacti: Graphen" vollständig lesen
Montag, 28. Januar 2008
Zeit für einen Gastauftritt.
Ich habe gerade an meinem Heim-Server in kleinlichster Sisyphusarbeit die Sensordaten der Hardwareüberwachung lm_sensors in eine dauerhafte Statistik (über das Tool Cacti) übernommen. Dazu gehören neben CPU- und Systemtemperatur sowie Lüfterdrehzahl auch die Spannungswerte der Stromversorgung. So kann ich (hoffentlich) ziemlich genau sehen, wenn sich Schwächeanfälle anbahnen... und außerdem ist es irgendwie cool. Zumindest für Menschen ohne Leben wie mich.
Da es schon spät ist und ich meinen Hintern schon seit drei Stunden in mein Sofa bohre, gibt's nur eine Kurzversion - ich hoffe, dass sie trotzdem für jemanden nützlich sein kann. Sie ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie man mit wenig Aufwand und ein paar UNIX-Bordmitteln schnell eine brauchbare Lösung häkeln kann.
"Vorsicht, heiß - oder: Wie man seinen Montag abend sinnvoll mit Linux vertrödeln kann" vollständig lesen
Mittwoch, 9. Januar 2008
Eine neue Lehre mit Linux (Ubuntu): Man sollte nicht leichtfertig Pakete in Synaptic zum "vollständigen Entfernen" vormerken. Sonst sieht das Startmenü plötzlich aus wie ein gerupftes Huhn. Von 70 Einträgen befinden sich jetzt vielleicht noch 20 Einträge im Menü, obwohl ich nur kurz CUPS vollständig vom System tilgen wollte. Einmal zu oft auf "Jaja, mach mal..." geklickt, und er hat mir ein paar Pakete mehr zum Entfernen markiert, als ich wollte. Wundern tat ich mich, als plötzlich über 1 GB gelöscht werden sollte. Nein, CUPS ist nicht SO groß! Mit großen Augen musste ich mit ansehen, wie mein Network-Manager, Firefox, Amarok und andere Sachen über den Jordan gingen.... "WO IST HIER ABBRECHEN?!"... Gibt's natürlich nicht. Also STRG-ALT-F1, Login, " ps -ef | grep synaptic" und "SUDO KILL 6411"! (Nicht unbedingt in Großbuchstaben...)
Jetzt bin ich erstmal am Pakete reinstallieren... ja, die eigene Blödheit. Dafür ist CUPS jetzt wenigstens weg. Tot. Gekillt. Weg. So.
Montag, 19. November 2007
Die insgesamt 120 Workstation, die später die Clients für das PACS spielen werden und an denen unter anderem die Radiologen dann die Röntgen-, CT-, MRT- oder andere Bilder befunden werden, sind getrennt von den Grafikkarten angeliefert worden. Da jede Workstation bis zu fünf (meistens aber zwei oder drei) Displays zur Ausgabe bekommt, heißt das ordentlich Grafikkartenstöpselei. Der Müll, der bei so etwas anfällt, sei im folgenden präsentiert:
Das ist die Hälfte des Haufens für Lübeck.
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