Thailand - Tag 6: In NathonMontag, 2. November 2009
Zuallererst muss ich einen Urschrei und ein Riesenlob loswerden: Ich kann wieder sehen! Und das seit gestern. MacKenzie war bei ihrem Trip nach Chaweng vor dem Geschäft des Optikers vorbeigekommen, bei dem ich zwei Tage vorher meine neue Brille geordert hatte. Sie war von ihm sofort erkannt worden, er aus dem Geschäft gestürzt und hatte ihr meine neue Brille überreicht, die zwei Tage früher fertig geworden war. Wer hätte das gedacht und erwartet: Eine individuell angefertigte Brille (Gläser und Fassung wurden aus zwei anderen Brillenmodellen kombiniert, was möglich war, da es sich um ein randloses Gestell handelte) mit der für mich angepassten Stärke der Gläser innerhalb von zwei Tagen! Und dann erkennt der Optiker noch eine der Begleitpersonen des Kunden auf der Straße (wir waren zu viert in dem Geschäft)! Solch einen Service will ich auch in Deutschland beim Optiker.
An diesem Morgen wich unsere kleine Reisegruppe ein wenig von der seit dem Urlaubsbeginn gepflegten Morgenroutine ab und ging nicht beim Thailänder um die Ecke essen. Ishtar verspürte große Lust nach etwas kulinarischer Abwechslung, der wir anderen gerne folgten. Wir organisierten uns daher ein Taxi nach Nathon, der Inselhauptstadt im Westen von Koh Samui, wo auch die Fähren vom Festland anlanden. "Thailand - Tag 6: In Nathon" vollständig lesen Thailand - Tag 5: Ruhetag in Mae NamSamstag, 31. Oktober 2009
Heute gingen wir nach dem Frühstück alle auf eigene Faust durch die Gegend. Ich selbst brach erneut nach Mae Nam auf, um mir einen entspannten Ruhetag am Strand zu gönnen. Ishtar und nasebaer entschieden sich für Chaweng Beach, zwecks anschließender Einkaufstour in der belebten City. MacKenzie brach alleine ebenfalls nach Chaweng auf, um sich eine Shoppingtour zwecks Souvenir- und Geschenkexport nach Deutschland zu geben.
Ich war immer noch ohne Brille und darum etwas in Sorge, ob ich überhaupt ein Taxi auf der Straße erkennen würde, um es anzuhalten. Doch einigermaßen ging das noch, da die Pickups und Taxis doch auch auf größere Entfernung (oder mit schlechterem Augenmaß) gut zu erkennen sind. Trotzdem musste ich eine Weile stiefeln; vor allem nach der Abbiegung zur Inselmetropole Chaweng war kein Taxi mehr in Sicht. Scheinbar ist die Strecke Bangrak - Mae Nam nicht sehr einträglich, zudem war heute morgen sowieso erschreckend wenig los. "Thailand - Tag 5: Ruhetag in Mae Nam" vollständig lesen Thailand - Tag 4: Cachen auf Koh SamuiSamstag, 31. Oktober 2009
Wie jeden Morgen ging es wieder zum "Thailänder an der Ecke". Heute probierte ich Ranya with Pork, ohne daß jemand von uns wußte, was das im Detail war. Es handelte sich dabei um ein suppenartiges Gericht mit einer Art von glibschigen Glasnudeln sowie verschiedenen Gemüsen wie z.B. Blumenkohl und natürlich vielen Kräutern; die Brühe hatte eine etwas festere Konsistenz. Eben wegen des seltsamen, etwas schleimigen Mundgefühls des Gerichts werde ich es wohl nicht noch einmal probieren, es war allerdings ansonsten sehr schmackhaft.
Wir entschieden uns heute an den Strand von Mae Nam zu fahren, vor allem um dort zu cachen (eine Erklärung führt hier zu weit, bitte Wikipedia bemühen). In Mae Nam sollte es fünf Caches auf engerem Raum (innerhalb von knapp drei Quadratkilometern) geben, ein sehr kurzer Multi sowie vier Traditionals. Insgesamt gab es im Raum Koh Samui bei unserem Urlaub aktuell zehn mögliche Caches, wobei die anderen fünf sehr weit auseinander lagen und sinnvoll nur mit dem Auto erreichbar waren. Diese wollten wir dann während der drei Tage angehen, an denen wir das Auto mieteten. Bis Samstag (also Tag 6) fiel ich wegen fehlender Brille als Fahrer noch aus. Zwar hatten insgesamt drei von uns einen internationalen Führerschein, der zum Fahren notwendig war, doch natürlich wollte ich mir den Spaß auch gönnen. "Thailand - Tag 4: Cachen auf Koh Samui" vollständig lesen Thailand - Tag 3: Sunken glassesDonnerstag, 29. Oktober 2009
Erneut wnderten wir heute nach dem Aufstehen zum Frühstück zur altbekannten Lokalität an der nächsten Straßenecke. Der Ort war authentisch, das Essen ausgesprochen lecker und zudem mussten wir nur ein paar Schritte gehen. Ich wage die Voraussicht, daß wir für die kommenden eineinhalb Wochen dort Stammgäste werden. Ich bestellte mir heute Curry Rice with Pork.
Später wanderten Mac und ich noch zum Autoverleiher gegenüber, der uns von unserem Vermieter Claude empfohlen worden war. Die Preise stimmten absolut, wie wir später im Vergleich zum Avis am Flughafen feststellen sollten: Hier war es um ein Drittel preiswerter! Rund 1.300 Baht, also circa 30 EUR pro Tag, sollte ein Suzuki Vitaro kosten, ein Geländewagen mit Vierradantrieb, Klimaanlage und genügend Platz für vier Personen. Der Vierradantrieb und der höheren Radstand hat hier sogar praktischen Nutzen: Bei dem mal mehr, mal weniger lang andauernden, monsunartigen Regen steht das Wasser schnell mehrere Centimeter auf der Straße und die nicht geteerten Nebenstraßen werden zu Schlammpisten. "Thailand - Tag 3: Sunken glasses" vollständig lesen Thailand - Tag 2: To Big BuddhaMittwoch, 28. Oktober 2009
Mehrfacher Donner und das Prasseln von Regentropfen auf dem Blech des Vordaches weckten uns an diesem Morgen. Müde schlich ich nach sechseinhalb Stunden Schlaf nach draußen, wo sich schon die anderen tummelten. Ich fühlte mich unausgeschlafen und natürlich hätte ich wieder ins Bett gehen können, aber wozu: Im Urlaub will ich Neues sehen und nicht schlafen. So sah ich nun also Neues in Form des ersten Regens. Schon seit der Buchung der Tickets hatten wir gewitzelt, daß es in Thailand während der zwei Wochen sowieso die ganze Zeit regnen würde; schließlich beginnt im November die Regenzeit. Doch das Gewitter war bald vorbei und wir machten uns in Richtung Hauptstraße auf, um nach einem Frühstück zu suchen.
Direkt an der Ecke zur Hauptstraße (übrigens ist die Nebenstraße zu unserem Haus ungeteert und ein besserer Feldweg wie es die Nebenstrassen fast überall auf der Insel sind) fanden wir schon eine lohnenswerte Lokalität. Erneut wurde in einer offenen Hütte alles frisch zubereitet, und auch einige Thais setzten sich bald darauf an die leeren Tische; ein Argument für die Lokalität. Ich bestellte Chicken on fried rice, ebenso wie Ishtar. Mac und nasebaer orderten Nudelsuppe, ebenfalls mit Huhn. Alles roch und schmeckte wieder wunderbar, nur hatte ich etwas zu mutig mit den würzenden Fläschchen auf dem Tisch über meinem Essen gewedelt. Vorher war das Essen total mild gewesen, hinterher benötigte ich dann jedoch viel Wasser als Unterstützung. Dem Geschmack tat dies allerdings keinen Abbruch. "Thailand - Tag 2: To Big Buddha" vollständig lesen Thailand - Tag 1: Endlich da!Dienstag, 27. Oktober 2009
Die Nacht in Dubai gestaltete sich nach Mitternacht dann doch wenig gemütlich. Erst als einige Flieger fort und Menschen mit sich genommen hatten, wurde es leerer. So konnte ich selbst ab 0300 dann auch einen der begehrten Liegesitze ergattern, um für zwei, drei Stunden die Augen zu schließen. Auch wenn der leichte Schlaf auf den recht unbequemen Liegen nicht richtig erholsam war, sorgte er doch dafür, daß ich am folgenden Morgen beim Boarding nicht allzu zerschlagen war. Außentemperatur in Dubai waren sehr warme 31 Grad; in der klimatisierten Halle brauchte ich aber eine Jacke, sonst wäre es arg kalt geworden.
Der Airport selbst war bei Nacht nahezu menschenleer. In Ruhe konnte ich vor meinen Liegeexperimenten noch durch die Hallen flanieren und einige Fotos schießen, von denen die meisten Titel der Einsamkeit oder Leere tragen könnten. Interessant waren das Aufeinandertreffen bekannter Elemente wie Starbucks- oder McDonald's-Läden und vereinzelter Personen in traditioneller arabischer Kleidung wie vollständig in schwarze Gewänder gehüllte Frauen oder Scheichs. Das Bild dominierte allerdings Prunk und Protz, was wiederum mit nicht ganz so offemsichtlicher Armut aufeinandertraf: Bei einem zufällig mitbekommenen Gespräch zwischen einer Touristin und einer phillipinischen Reinemachefrau erfuhren wir, daß letztere sich mit fünf anderen ein Zimmer teilt und sie 'no choice' hätte, anders zu leben oder woanders zu arbeiten. "Thailand - Tag 1: Endlich da!" vollständig lesen Thailand - Tag 0: Jabba Dubai Duh!Sonntag, 25. Oktober 2009
Ich sitze im Dubai Airport Terminal vor dem Gate 232 und warte auf den Abflug des Fliegers nach Bangkok. Dank des extrem langen Aufenthaltes im Airport konnten wir uns in einer Emirates-Lokalität ohne Bezahlung einige Kleinigkeiten von einem Buffet schnappen. Ich fühle mich wohlig satt, aber trotz Dösen im Flieger ein wenig müde. Es ist 01:41 Uhr Ortszeit (22:41 Uhr in der Heimat) und der Flieger geht um 09:40 Uhr. Es ist also noch genügend Zeit, unter anderem für diesen Text.
Man merkt schon dem Airport von Dubai an, daß man in einer anderen, vielleicht sogar ganz eigenen Welt gelandet ist. Alles wirkt übertrieben schmuck, prunkig, edel. Das Werbe- bzw. Präsentationsvideo über Dubai während des Landeanflugs im Flieger hatte einen ähnlichen Stil und könnte fast als Motivationshilfe für angehende Hedonisten taugen. Doch die knappen Ausblicke während des Landeanfluges auf das Lichtermeer der großen Stadt, die schon von weit her als große helle Kuppel sichtbar ist, entschädigten mit ihrer Schönheit für diese Übertreibungen. Im Golf vor der Stadt entdeckten wir im umgebenden Dunkel eine erhellte Ölbohrplattform. Doch auch Hamburg war von oben ein Erlebnis: Bei relativ klarem Himmel flogen wir über die Hafenstadt und die von unten riesigen Kräne und Containerschiffe wirkten so klein wie die Modelle im Miniaturwunderland. Ansonsten gibt es nicht viel Spannendes zu schreiben. Die Stimmung in unserer Vierergruppe ist sehr gut, der erste Flug verlief ereignislos. Dank des umfangreichen Bordprogramms an Filmen verging die Zeit wie im Flug (haha). Auf Empfehlung werde ich mir nachher "Monsters vs. Aliens" anschauen, meine Gefährten haben sich in ihren Sitzen fast weggeschmissen; der muss gut sein! Update: Meine Mitreisende Ishtar hat natürlich auch viel Lesenswertes über alles und speziell das Essen im Flieger geschrieben. Wanderung: Harzer Hexen-StiegMittwoch, 15. Juli 2009
Die kürzliche Anfrage in Bezug auf eine gemeinsame Wandersession von Martin, einem alten Kumpel aus Schulzeiten, kam vor einigen Wochen beim Besuch eines Hannover-96-Auswärtsspieles gerade Recht. Schon seit längerem hatte ich mal wieder Lust, mit vollem Gepäck eine Weile in die Wildnis zu verschwinden. Die Bücher von M. Andrack haben einiges dazu beigesteuert, doch infiziert bin ich eigentlich seit der Kindheit als Pfadfinder. Beim Wandern, und auch beim Spazierengehen, kann ich einfach am besten entspannen und Kräfte tanken. Doch alles, was über Spazierengehen hinaus geht, ist allein ein wenig zuviel der Ruhe und eher einsam und öde. Und für eine Langzeit-Wanderung (Langzeit sei hier einfach mal > 1 Tag) gibt es in meinem Freundeskreis leider nur sehr wenig Interessenten, gelinde gesagt. Daher war die letzte Wanderung denn auch ein gutes Jahrzehnt her und ich dementsprechend ein wenig auf Entzug.
Wir verständigten uns auf eine Woche, die sich später auf Grund von terminlichen Gegebenheiten von uns beiden Berufstätigen trotz Urlaubsphase auf vier Tage reduzierte. Da eine sehr lange Anfahrt für vier Tage nicht wirklich lohnt, einigten wir uns als Wandergegend auf den Harz, der sich mehr oder weniger zwischen unseren Domizilen befindet. Genauer: Der Harzer Hexen-Stieg sollte es sein. Dieser zieht sich von Osterode (NDS) im Südwesten bis nach Thale (SA) im Osten des Harzes und erzählt unter anderem auch eine Menge über den Bergbau in dieser Gegend. "Wanderung: Harzer Hexen-Stieg" vollständig lesen
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