Mal was aus der Reihe der kleinen Dinge des Alltags. Als Kind war ich oft mit meiner Ma beim Einkaufen. An der Kasse beim Zusammenpacken betrachtete ich häufig fasziniert diesen komischen hölzernen Balken, der die beiden Fächer voneinander trennte, in die die Kassiererin immer die Lebensmittel schob. Ich freute mich als kleines Kind immer, wenn wir das hintere Fach bekamen. Es lag wohl daran, daß ich dann fasziniert zuschaute, wie dieser Balken unsere Lebensmittel von den anderen separierte.
Wenn ich heute im nächstgelegenen Supermarkt (ein Edeka) einkaufe, lande ich an derselben Stelle wie damals, vermisse aber ein wesentliches Detail aus der obigen Geschichte. Irgendein findiger Mensch kam in der Zwischenzeit auf den Trichter, daß man Kassen nicht nebeneinander stellen muss. Platzsparenderweise kann man jeweils zwei Kassen auch hintereinander, leicht versetzt im Aufbau, anordnen. Nachteil: Fach 2 fehlt, da an dieser Stelle das Laufband der hinteren Kasse beginnt. Und bei der hinteren wurde es konsequenterweise gleich einfach weggelassen.
Das Ganze hat die Auswirkung, daß man zuerst unberechtigterweise häufig auf den Vordermann flucht. Denn dieser blockiert ja schließlich das Fach noch, während die Kassiererin schon die eigenen Lebensmittel abscannt. Danach bricht große Hetze beim Einpacken der Waren in die mitgebrachten Behältnisse aus, da dieser Vorgang meist länger dauert als das Scannen der Kassiererin und das Bezahlen. Und wenn es doch seltsamerweise mal länger dauert, blockiert man das Fach für den Nachfolger.
Lieber Edeka und alle anderen Märkte, muss das sein? Ihr braucht so viele Kassen doch sowieso nicht - zumindest bei uns sind selten mehr als drei von sechs offen. Ihr würdet Euren Kunden eine Menge Stress beim Einpacken sparen... und ein paar Kinder würden sich wieder freuen, wenn die Lebensmittel ausnahmsweise mal im hinteren Fach landen.